Lohnt sich Big Sur Kalifornien? Meine ehrliche Meinung nach meinem Besuch

Ich bin ein riesiger Fan von allem, was mit Natur zu tun hat. Wenn ich die Wahl zwischen einem Städtetrip oder ein paar Tagen draußen in der Natur habe, fällt meine Entscheidung eigentlich jedes Mal auf die Natur. Und genau deshalb gehört Big Sur mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsorten in ganz Kalifornien.

Vor Kurzem waren wir mit dem Auto in Big Sur unterwegs und ich kann ehrlich sagen, dass es eines meiner Highlights auf unserem Kalifornien-Roadtrip war. Wir waren wandern, haben richtig schöne Wasserfälle entdeckt und sind den berühmten Highway 1 direkt an der Küste entlanggefahren. Ehrlich gesagt würde ich am liebsten direkt wieder zurück.

In diesem Artikel möchte ich euch eine der häufigsten Fragen beantworten: Lohnt sich Big Sur Kalifornien überhaupt? Ich zeige euch, was mir dort besonders gut gefallen hat, was ich eher nicht so mochte und natürlich auch meine persönlichen Highlights und Tipps für euren Besuch.

Meine Top Hotels in Big Sur Kalifornien

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Lohnt sich Big Sur in Kalifornien? Meine ehrliche Meinung nach meinem Besuch

Lohnt sich Big Sur? Meine Schnelle Antwort

Falls ihr einfach nur die schnelle Antwort wollt: Ja, Big Sur lohnt sich zu 100 %. Da gibt’s für mich wirklich überhaupt keine Diskussion.

Für mich war es das erste Mal in diesem Teil von Kalifornien und ich war ehrlich gesagt total begeistert. Wir haben insgesamt drei Tage in Big Sur verbracht, in einer kleinen Blockhütte mitten im Wald übernachtet und sind jeden Tag wandern gegangen. Vor allem nach ein paar Tagen in San Francisco war es einfach richtig schön, mal wieder komplett in der Natur zu sein. Vor allem San Francisco kann oft mal ein wenig zu stressig und überwältigend sein, zumindest für meinen Geschmack.

Dazu kam noch, dass der berühmte Highway 1 kurz vor unserem Besuch endlich wieder komplett geöffnet wurde. Allein die Fahrt entlang der Küste mit den steilen Klippen und dem Blick aufs Meer war für mich eines der absoluten Highlights unserer Kalifornien-Reise. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass es eine der schönsten Straßen ist, die ich bisher in den USA gefahren bin.

Ich muss aber auch dazusagen, dass ich einfach unglaublich gerne draußen unterwegs bin. Wandern, Wasserfälle, Aussichtspunkte oder einfach irgendwo mitten in der Natur sein, genau deshalb hat mir Big Sur auch so gut gefallen.

Einen richtigen Ortskern gibt es hier nämlich eigentlich gar nicht. Big Sur besteht im Grunde nur aus ein paar Hotels, Restaurants, Bars und jeder Menge Natur, die sich entlang des Highway 1 verteilen.

Falls ihr allerdings lieber durch kleine Städte schlendert, in Cafés sitzt oder gerne viele Restaurants und Geschäfte direkt vor der Tür habt, würde ich euch eher Carmel-by-the-Sea oder Monterey empfehlen. Von dort könnt ihr Big Sur ganz entspannt als Tagesausflug erkunden und habt abends trotzdem deutlich mehr Auswahl, wenn es ums Essen, Weinbars oder Shopping geht.

Lohnt sich Big Sur in Kalifornien? Meine ehrliche Meinung nach meinem Besuch

Das hat mir an Big Sur am besten gefallen

1. Die Natur in Big Sur ist einfach der Hammer!

Nachdem wir schon einige Tage in Städten wie San Francisco und Los Angeles unterwegs waren, war es einfach richtig nötig, mal wieder komplett in der Natur zu sein.

Was Big Sur für mich so besonders macht, ist einfach die Mischung aus allem. Ihr habt die wirklich wunderschönen Ausblicke entlang des Highway 1, super Strände, Wasserfälle, riesige Redwood-Bäume und überall kleine Flüsse und Wanderwege.

2. Big Sur war deutlich günstiger als gedacht

Damit hätte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet. Als ich nach der Reise mal alle Ausgaben zusammengerechnet habe, war Big Sur am Ende deutlich günstiger, als ich erwartet hatte.

Klar, unsere Unterkunft war nicht gerade billig, aber das ist in den USA ja eigentlich fast immer so. Abgesehen davon haben wir aber kaum Geld ausgegeben.

Die Seelöwen in Point Lobos sehen, zu den Pfeiffer Falls wandern, am Strand entspannen oder eine der vielen Wanderungen machen, all solche Sachen kosten keinen Cent. Dazu haben wir uns oft einfach morgens ein paar Sandwiches und Snacks eingepackt, wodurch wir auch beim Essen einiges gespart haben.

Alles in allem war Big Sur für uns am Ende sogar günstiger als Städte wie San Francisco oder Los Angeles.

3. Es war überraschend wenig los

Wir waren Mitte Juni in Big Sur und ich war wirklich überrascht, wie entspannt es dort war. Vielleicht kam es mir auch nur so vor, weil ich die völlig überfüllten Sommer-Hotspots in Europa wie Mallorca oder Barcelona gewohnt bin, aber ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass es zu voll war.

Klar, an Orten wie der Bixby Bridge oder rund um Point Lobos waren schon einige Leute unterwegs. Aber sobald wir auf einer Wanderung waren oder einfach den Highway entlanggefahren sind, wurde es ziemlich ruhig.

4. Die Hotels und Restaurants haben unglaublich viel Charme

Was mir ebenfalls direkt aufgefallen ist: In Big Sur passt irgendwie alles perfekt zur Umgebung. Die Hotels, Restaurants und kleinen Cafés fügen sich total schön in die Landschaft ein und haben alle ihren ganz eigenen Charakter.

Wir haben im Big Sur Campground & Cabins übernachtet, in einer kleinen Blockhütte mitten im Wald, und genau so hatte ich mir Big Sur eigentlich vorgestellt.

Besonders gut gefallen hat mir aber das Big Sur River Inn. Dort stehen tatsächlich Stühle mitten im Fluss, sodass man beim Essen oder auf einen Kaffee einfach die Füße ins Wasser halten kann, was ich irgendwie richtig cool und besonders fand.

Generell werdet ihr hier kaum riesige Hotelketten oder moderne Hochhäuser finden. Stattdessen wirkt alles ein bisschen rustikal, gemütlich und einfach mehr authentisch.

Was mir an Big Sur nicht ganz so gut gefallen hat

1. Das Wetter war ziemlich unberechenbar

Ich weiß, ich weiß, am Ende ist das natürlich einfach nur Mutter Natur und man kann Big Sur dafür eigentlich nicht wirklich die Schuld geben. Trotzdem muss ich es erwähnen, denn das Wetter war während unseres Besuchs wirklich nicht immer ganz so toll.

Wir waren im Juni dort, was die Einheimischen auch gerne „June Gloom“ nennen, und es war ziemlich oft bewölkt und neblig. Die Natur und die Wanderungen die wir gemacht haben waren trotzdem klasse, aber der dichte Nebel hat den berühmten Ausblicken entlang des Highway 1 definitiv ein bisschen das Magische genommen.

Gerade wenn man extra wegen dieser besonderen Küstenblicke nach Big Sur kommt, ist es natürlich etwas schade, wenn man dann nur eine graue Nebelwand sieht.

2. Ein Auto ist eigentlich Pflicht

Ich persönlich bin jemand, der unglaublich gerne läuft. Wenn ich könnte, würde ich wahrscheinlich überall hinlaufen und nie ins Auto steigen. Big Sur ist dafür aber wirklich der komplett falsche Ort.

Wir mussten eigentlich überall mit dem Auto hinfahren und konnten von unserer Unterkunft aus kaum etwas zu Fuß erreichen. Wie schon erwähnt, besteht Big Sur im Grunde nur aus dem Highway 1 mit einzelnen Restaurants, Unterkünften und Wanderwegen, die sich kilometerweit entlang der Küste verteilen.

Ein Auto ist hier also wirklich nicht nur praktisch, sondern eigentlich jedes Mal notwendig, sobald ihr eure Unterkunft verlassen möchtet.

Lohnt sich Big Sur in Kalifornien? Meine ehrliche Meinung nach meinem Besuch

Meine liebsten Aktivitäten in Big Sur Kalifornien

Wandert zu den Pfeiffer Falls

Der Pfeiffer Falls Trail war für mich definitiv die beste Wanderung die wir gemacht haben, wenn man wenig Aufwand für eine richtig große Belohnung sucht.

Der Weg führt durch wunderschöne Redwood-Wälder, vorbei an kleinen Holzstegen, einem Fluss und natürlich dem Wasserfall selbst. Die Wanderung an sich war wirklich super easy und eignet sich perfekt für Familien mit Kindern oder alle, die einfach ein bisschen draußen unterwegs sein möchten, ohne direkt eine anstrengende Bergtour machen zu müssen.

Macht ein Foto an der Bixby Bridge

Der wohl berühmteste Fotospot in ganz Big Sur ist natürlich die Bixby Bridge. Die Kombination aus der Brücke, den steilen Klippen und dem Meer im Hintergrund ist einfach erste Sahne und als ich dann selbst dort stand habe Ich auch verstanden warum der Spot hier so beliebt ist.

Wir waren gegen 18 Uhr dort und hatten tatsächlich Glück, noch einen Parkplatz zu bekommen. Allerdings gibt es dort nicht besonders viele Parkplätze und es halten eigentlich ständig Leute an, um schnell ein Foto zu machen.

Es kann also durchaus etwas chaotisch werden. Ich würde euch empfehlen, entweder früh am Morgen oder eher später am Nachmittag zu kommen. Viel mehr machen kann man dort nämlich sowieso nicht und es geht eigentlich wirklich nur um das Foto. Passt aber unbedingt auf, denn die Klippen dort sind extrem steil!

Wandert zum Timber Tops Aussichtspunkt

Meine Lieblingswanderung in Big Sur war definitiv Timber Tops. Ich muss aber ehrlich sagen: Die war nicht ohne.

Wir sind ungefähr 5 Kilometer bergauf gewandert und haben dabei über 750 Höhenmeter gemacht. Dazu kam noch die Hitze, wodurch die Wanderung definitiv etwas anstrengender wurde.

Aber oben angekommen wurden wir mit einigen der schönsten Ausblicke über Big Sur belohnt, die wir während unserer ganzen Reise gesehen haben. Die Anstrengung hat sich also absolut gelohnt.

Seelöwen im Point Lobos State Park

Ich habe das Gefühl, dass die komplette Küste von Kalifornien voller Seelöwen und Robben ist. Wir haben sie an so vielen Orten gesehen, von San Diego bis hoch nach San Francisco.

Einer der besten Orte dafür ist aber meiner Meinung nach der Point Lobos State Park. Auch hier gilt allerdings: Kommt am besten früh, denn der Park kann ziemlich voll werden. Kleiner Tipp von mir: Am Straßenrand parken ist kostenlos, wobei man am richtigen Parkplatz $15 zahlen muss.

Alternativ könnt ihr auch den Julia Pfeiffer Burns State Park besuchen, der meistens etwas ruhiger ist.

Besucht die Henry Miller Memorial Library

Einer meiner Lieblingsorte in Big Sur war die super weirde Henry Miller Memorial Library.

Wir sind da eigentlich ohne große Erwartungen hingegangen, weil wir vorher gar nicht so genau wussten, was uns erwartet aber am Ende war es dann doch schon irgendwie cool.

Es ist eine kleine Bibliothek mitten im Wald mit einer total besonderen, fast schon mystischen Atmosphäre. Ich fand es richtig schön, einfach ein bisschen herumzulaufen, mir die Bücher anzuschauen und diesen Ort auf mich wirken zu lassen.

Wenn ihr gerne lest oder einfach besondere, etwas ungewöhnliche Orte mögt, würde ich hier definitiv einen Stopp einlegen.

Lohnt sich Big Sur in Kalifornien? Meine ehrliche Meinung nach meinem Besuch

FAQ: Lohnt Sich Big Sur Kalifornien?

Brauche ich ein Auto für Big Sur?

Ja, definitiv. Ohne Auto wird es hier wirklich schwierig.

Wir haben das Auto schon nur gebraucht, um überhaupt nach Big Sur zu kommen, aber auch vor Ort war es absolut notwendig für quasi alles. Egal ob wir zu einer Wanderung wollten, einen Aussichtspunkt anschauen oder abends essen gehen wollten, ohne Auto wären wir ziemlich aufgeschmissen gewesen.

Big Sur zieht sich nämlich kilometerweit entlang des Highway 1 und die einzelnen Spots, Restaurants und Unterkünfte liegen teilweise ziemlich weit auseinander.

Wie kommt man nach Big Sur?

Am besten fahrt ihr selbst mit dem Auto nach Big Sur. Das würde ich auch jedem empfehlen, weil ihr vor Ort sowieso ein Fahrzeug braucht.

Da der Highway 1 mittlerweile wieder komplett geöffnet ist, ist die Anreise auch ziemlich entspannt, egal ob ihr von San Francisco runterfahrt oder von Los Angeles aus hochkommt.

Alleine die Fahrt entlang der Küste ist schon ein richtiges Highlight und gehört für mich definitiv zum Big-Sur-Erlebnis dazu.

Wo sollte man in Big Sur übernachten?

In Big Sur gibt es einige richtig schöne, rustikale Unterkünfte und kleine gemütliche Hotels.

Wir haben selbst in einer kleinen Blockhütte im Big Sur Campground & Cabins übernachtet und fanden es einfach perfekt. Die Hütte mitten im Wald hat einfach genau zu der Atmosphäre von Big Sur gepasst und ich würde die Unterkunft definitiv weiterempfehlen.

Ist Big Sur teuer?

Ja und nein.

Aus meiner eigenen Erfahrung war unsere Blockhütte schon relativ teuer, vor allem im Vergleich zu anderen Unterkünften, die wir in Kalifornien hatten. Ich vermute aber, dass das hauptsächlich daran liegt, dass es in Big Sur einfach nicht unendlich viele Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

Auf der anderen Seite waren viele der Aktivitäten, die wir gemacht haben, komplett kostenlos. Wandern, Strände, Wasserfälle oder Tiere beobachten – dafür müsst ihr meistens keinen Cent bezahlen.

Dadurch war Big Sur am Ende tatsächlich deutlich günstiger, als ich vorher erwartet hatte.

Was kann man in Big Sur machen?

Big Sur ist vor allem ein Ziel für alle, die gerne draußen unterwegs sind.

Wir haben unsere Tage hauptsächlich mit Wandern, Mountainbiken, Wasserfälle anschauen, am Strand entspannen und natürlich mit der Fahrt entlang des Highway 1 verbracht.

Wenn ihr allerdings in einem der etwas luxuriöseren Hotels in der Gegend übernachtet, könnt ihr eure Reise natürlich auch noch etwas entspannter gestalten, mit Whirlpool, Sauna oder Pool gehört dann definitiv auch Wellness zum Programm.

Fazit: Sollte man Big Sur besuchen?

Ich glaube, ich muss zu diesem kleinen Guide eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. Ich denke, es ist ziemlich klar geworden: Ich liebe Big Sur und finde auf jeden Fall, dass es sich lohnt, diesen Ort zu besuchen.

Ich bin einfach ein riesiger Naturmensch und liebe Wandern, Klettern, Mountainbiken und alles, was damit zu tun hat, draußen unterwegs zu sein. Wenn ihr genauso tickt oder einfach nur eine ruhige Auszeit von den großen Städten Kaliforniens sucht, dann werdet ihr Big Sur lieben, das verspreche ich euch.

Ich hoffe, dieser kleine Guide dazu, ob sich Big Sur lohnt, hat euch ein paar gute Ideen und Inspiration für eure nächste Reise gegeben.

Viel Spaß beim Reisen und bleibt sicher unterwegs!